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DIY & Rezepte

Massageöl selbst mischen: das Grundrezept mit Verdünnungstabelle

Ein gutes Massageöl braucht genau zwei Zutaten: ein mildes Trägeröl aus der Drogerie und ein paar Tropfen naturreines ätherisches Öl. Wie viele Tropfen in die Flasche gehören, zeigt dir unsere Verdünnungstabelle – und mit zwei erprobten Duft-Kombis kannst du direkt heute Abend loslegen.

Zwei Zutaten, mehr braucht es nicht

Die Basis deines Massageöls ist ein neutrales Trägeröl: Mandelöl oder Jojobaöl, beides bekommst du in jeder Drogerie. Mandelöl ist mild, fast geruchsneutral und lässt sich angenehm verstreichen. Jojobaöl – streng genommen ein flüssiges Wachs – zieht schnell ein und hält sich besonders lange. Das Trägeröl übernimmt das Gleiten und das Pflegeerlebnis, das ätherische Öl steuert den Duft bei und macht aus dem neutralen Öl deine persönliche Wohlfühl-Mischung.

Eine Regel steht dabei über allem: Ätherische Öle kommen nie pur auf die Haut, sondern immer verdünnt im Trägeröl. Wie du naturreine Öle grundsätzlich dosierst, liest du im Grundlagen-Guide zum richtigen Anwenden und Dosieren.

Die Verdünnungstabelle: Tropfen pro 50 ml Trägeröl

Als Faustregel entsprechen rund 20 Tropfen ätherisches Öl etwa 1 ml. Für eine Flasche mit 50 ml Trägeröl bedeutet das:

Verdünnung auf einen Blick

Ganzkörper-Massage (1 %)ca. 10 Tropfen pro 50 ml
Körperöl mit Duft (1–2 %)10–20 Tropfen pro 50 ml
Punktuell, z. B. als Duftakzent am Handgelenk (max. 3 %)höchstens 30 Tropfen pro 50 ml

Im Zweifel startest du am unteren Ende: Nachtropfen geht immer, herausnehmen nicht. Auf warmer Haut entfaltet sich schon eine 1-%-Mischung deutlich wahrnehmbar.

Das Grundrezept in vier Schritten

Egal, welche Duftrichtung du wählst, der Ablauf bleibt gleich: 50 ml Trägeröl in eine dunkle Glasflasche füllen, ätherische Öle laut Tabelle zutropfen, Flasche verschließen und sanft schwenken, zum Schluss mit Inhalt und Datum beschriften. Zwei Kombinationen aus unserer Manufaktur im Schwarzwald stellen wir dir hier im Detail vor.

Duftidee 1: „Ruhiger Abend“

Blumig-weich mit warmem Holzfundament: Lavendelöl fein aus Frankreich duftet krautig-blumig, Ylang-Ylangöl von den Comoren bringt eine süße, exotische Blütennote mit, und ostindisches Sandelholzöl rundet alles mit cremig-holziger Tiefe ab. Zusammen entsteht ein Duft, der wunderbar zu einer entspannten Abendatmosphäre passt – mehr Ideen dafür findest du in unserem Magazin-Artikel Ätherische Öle für einen erholsamen Abend.

Massageöl „Ruhiger Abend“ (50 ml)

Trägeröl50 ml Mandel- oder Jojobaöl (Drogerie)
Lavendelöl fein5 Tropfen
Ylang-Ylangöl3 Tropfen
Sandelholzöl ostindisch2 Tropfen
Außerdemdunkle Glasflasche (50 ml), kleiner Messbecher, Etikett
  1. 50 ml Trägeröl abmessen und in die dunkle Glasflasche füllen.
  2. 5 Tropfen Lavendel, 3 Tropfen Ylang-Ylang und 2 Tropfen Sandelholz dazugeben – das ergibt insgesamt 10 Tropfen, also etwa 1 %.
  3. Flasche verschließen und sanft schwenken (nicht schütteln), bis sich der Duft gleichmäßig verteilt hat.
  4. Vor der ersten Anwendung einen Patch-Test machen: einen Tropfen der fertigen Mischung in die Armbeuge geben und 24 Stunden abwarten.
  5. Flasche beschriften und kühl, dunkel lagern.
Gut zu wissen: Ätherische Öle nie unverdünnt auf die Haut geben und nicht auf gereizter oder verletzter Haut anwenden. Vor der ersten Anwendung immer einen Patch-Test in der Armbeuge machen. Öle und fertige Mischung von Kindern und Haustieren fernhalten. In Schwangerschaft und Stillzeit vor der Anwendung eine Fachperson fragen (Hebamme, Apotheke, Ärztin oder Arzt).

Duftidee 2: „Warme Winter-Massage“

Fruchtig-warm trifft weiches Holz: süßes Orangenöl aus Italien duftet sonnig und rund, Cedernholzöl Virginia legt eine trocken-holzige, leicht süße Basis darunter. Eine Kombination, die an Wintersonntage und warme Wohnzimmer denken lässt.

Körperöl „Warme Winter-Massage“ (50 ml)

Trägeröl50 ml Mandel- oder Jojobaöl (Drogerie)
Orangenöl süß8 Tropfen
Cedernholzöl Virginia4 Tropfen
Außerdemdunkle Glasflasche (50 ml), Etikett
  1. 50 ml Trägeröl in die dunkle Glasflasche geben.
  2. 8 Tropfen Orangenöl und 4 Tropfen Cedernholzöl zutropfen – zusammen 12 Tropfen, also gut 1 %: ein Körperöl mit deutlich wahrnehmbarem Duft.
  3. Verschließen und sanft schwenken, dann wie oben den Patch-Test machen.
  4. Beschriften, kühl und dunkel lagern und die Mischung zügig aufbrauchen.
Gut zu wissen: Zitrusöle wie Orangenöl können die Haut vorübergehend lichtempfindlicher machen. Nach dem Einölen deshalb einige Stunden direkte Sonne und Solarium meiden – im Winter selten ein Thema, vor dem Sonnenurlaub aber wichtig. Das gilt für alle Öle aus unserer Zitrus-Reihe. Auch hier: nie unverdünnt anwenden, Patch-Test zuerst, nicht auf gereizter Haut, von Kindern und Haustieren fernhalten, in der Schwangerschaft vorab eine Fachperson fragen.

Häufige Fragen zum selbst gemischten Massageöl

Welches Trägeröl eignet sich am besten?

Mandelöl ist der Klassiker: mild, fast geruchsneutral und angenehm auf der Haut. Jojobaöl zieht schneller ein und ist deutlich länger haltbar. Achte in der Drogerie auf kaltgepresste, unparfümierte Qualität – dann kommt dein Duft allein aus den naturreinen ätherischen Ölen.

Wie lange hält selbst gemischtes Massageöl?

So lange wie das Trägeröl: Auf Mandelölbasis brauchst du die Mischung am besten innerhalb von etwa drei Monaten auf, mit Jojobaöl hält sie deutlich länger. Eine dunkle Glasflasche, ein kühler Lagerort und ein Etikett mit Datum helfen dir, den Überblick zu behalten.

Kann ich mehr Tropfen nehmen, damit es intensiver duftet?

Mehr als 3 % sind für Mischungen auf der Haut nicht sinnvoll – der Duft wird dadurch nicht schöner, nur aufdringlicher. Wenn du den Duft lieber im ganzen Raum möchtest, ist eine Duftlampe oder ein Diffuser die bessere Wahl als eine höhere Dosierung.

Lust auf mehr selbst gemachte Pflege-Ideen mit naturreinen Ölen? In unserer Rubrik Hautpflege & Kosmetik findest du alle Öle, die sich dafür eignen – abgefüllt in unserer Manufaktur im Schwarzwald, NATUR PUR.