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DIY & Rezepte

DIY-Badesalz mit ätherischen Ölen: dein Wellness-Moment aus der eigenen Küche

Ein warmes Bad, ein Glas selbst gemachtes Badesalz und der Duft naturreiner ätherischer Öle, der mit dem Wasserdampf durchs Badezimmer zieht: Mehr braucht ein Wohlfühl-Abend nicht. Hier findest du zwei erprobte Rezepte – und das Handwerkswissen, warum ätherisches Öl niemals pur ins Badewasser darf.

Warum sich selbst gemachtes Badesalz lohnt

Fertige Badezusätze enthalten oft synthetische Duft- und Farbstoffe. Rührst du dein Badesalz selbst an, weißt du genau, was drin ist: reines Salz, ein natürlicher Emulgator und ein paar Tropfen naturreines ätherisches Öl aus unserer Manufaktur im Schwarzwald – NATUR PUR eben. Hübsch ins Glas geschichtet, ist es außerdem ein persönliches Mitbringsel. Mehr Inspiration zum Verschenken findest du bei unseren Sets & Geschenken.

Die wichtigste Regel: ätherisches Öl niemals pur ins Wasser

Öl und Wasser mischen sich nicht – das gilt auch in der Badewanne. Gibst du ätherisches Öl pur ins Wasser, verteilt es sich nicht, sondern schwimmt in feinen Tröpfchen an der Oberfläche. Dort kann es unverdünnt an die Haut gelangen und sie reizen. Deshalb ist ein Emulgator Pflicht: Er verbindet Öl und Wasser, sodass sich der Duft gleichmäßig im Badewasser verteilt. Bewährt haben sich Sahne, Honig und Vollmilchpulver.

Zur Dosierung gilt für Badezusätze die Faustregel: höchstens 1 Prozent ätherisches Öl, bezogen auf die fertige Mischung. Bei 250 g Salz sind das maximal etwa 50 Tropfen – unsere Rezepte bleiben mit rund 14 Tropfen (etwa 0,3 Prozent) deutlich darunter. Wie du Tropfen, Milliliter und Prozent umrechnest, zeigt dir unser Grundlagen-Guide zum richtigen Anwenden und Dosieren.

Rezept 1: Lavendel-Orange-Badesalz

Lavendelöl fein aus Frankreich duftet blumig-krautig, Orangenöl süß aus Italien legt eine warme, fruchtige Note darüber. Zusammen entsteht eine entspannte Duftatmosphäre im Badezimmer – die passende Kulisse für einen ruhigen Abend. Weitere Ideen dafür liest du in unserem Magazin-Beitrag über ätherische Öle für einen erholsamen Abend.

Lavendel-Orange-Badesalz

Grobes Meersalz250 g
Sahne3 EL – dient als Emulgator (alternativ 1 EL Honig)
Lavendelöl fein8 Tropfen
Orangenöl süß6 Tropfen
Getrocknete Lavendelblüten1 EL (optional, zur Deko)
  1. Die Sahne in eine kleine Schüssel geben, 8 Tropfen Lavendelöl und 6 Tropfen Orangenöl hineinzählen und gut verrühren.
  2. Das Meersalz in eine große Schüssel geben, die Sahne-Öl-Mischung darübergeben und mit einem Löffel vermengen, bis das Salz gleichmäßig benetzt ist.
  3. Nach Belieben die Lavendelblüten unterheben.
  4. In ein sauberes, trockenes Schraubglas füllen und mit Datum beschriften. Mit frischer Sahne angerührt: im Kühlschrank lagern und innerhalb einer Woche verbrauchen.
  5. Für ein Vollbad 3–4 EL ins einlaufende warme Wasser geben und kurz mit der Hand verteilen. Der Duft steigt mit dem Wasserdampf auf und füllt das Badezimmer.
Gut zu wissen: Ätherische Öle nie unverdünnt auf die Haut bringen – immer zuerst in den Emulgator einrühren und die Dosierung von maximal 1 Prozent einhalten. Vor dem ersten Vollbad ein Patch-Test: etwas aufgelöste Mischung in der Armbeuge auftragen und 24 Stunden abwarten. Fläschchen und fertiges Badesalz von Kindern und Haustieren fernhalten. In Schwangerschaft und Stillzeit vor der Anwendung mit einer Fachperson sprechen.

Rezept 2: Zitrus-Frische-Badesalz

Zitronenöl aus Italien bringt die klare Frische sonnengereifter Zitronen ins Glas, Bergamotteöl steuert eine feine, leicht herbe Eleganz bei und Lemongrasöl Cochin setzt einen grasig-frischen Akzent. Dieses Badesalz duftet wie ein sonniger Morgen am Mittelmeer – eine frische, sommerliche Duftnote, die das ganze Badezimmer erfüllt. Warum Zitrusdüfte zu Hause so beliebt sind, liest du in unserem Beitrag über Zitrusöle für Zuhause.

Zitrus-Frische-Badesalz

Grobes Meersalz250 g
Sahne3 EL – dient als Emulgator (alternativ 1 EL Honig)
Zitronenöl6 Tropfen
Bergamotteöl5 Tropfen
Lemongrasöl3 Tropfen
Getrocknete Bio-Zitronenschale1 TL (optional, unbehandelt)
  1. Die Sahne in eine kleine Schüssel geben, 6 Tropfen Zitronenöl, 5 Tropfen Bergamotteöl und 3 Tropfen Lemongrasöl hineinzählen und gründlich verrühren.
  2. Das Meersalz zugeben und alles vermengen, bis die Mischung gleichmäßig duftet.
  3. Nach Belieben die getrocknete Zitronenschale unterheben.
  4. In ein sauberes Schraubglas füllen, beschriften, kühl lagern und zeitnah verbrauchen.
  5. Für ein Vollbad 3–4 EL ins einlaufende Wasser geben und kurz verteilen – das Badezimmer duftet sofort nach Zitrusgarten.
Gut zu wissen: Auch hier gilt: Öle nie unverdünnt auf die Haut, immer mit Emulgator und maximal 1 Prozent Dosierung, Patch-Test in der Armbeuge, von Kindern und Haustieren fernhalten, in Schwangerschaft und Stillzeit zuerst eine Fachperson fragen. Zusätzlich wichtig bei Zitrusölen: Bergamotte- und Zitronenöl können die Haut lichtempfindlicher machen. Nach dem Bad deshalb rund 12 Stunden direkte Sonne und Solarium meiden – am besten abends baden.

Aufbewahren, variieren, verschenken

Länger haltbar wird dein Badesalz als trockene Variante: Ersetze die Sahne durch 2 EL Vollmilchpulver, mische es mit dem Salz und träufle die Öle direkt darauf. Fest verschlossen, dunkel und trocken gelagert hält die Mischung mehrere Wochen – ideal zum Verschenken. Bei eigenen Duftideen bleibst du einfach bei rund 14 Tropfen auf 250 g Salz.

Welches Salz eignet sich am besten?

Grobes Meersalz macht im Glas viel her und löst sich langsam auf, feines Meersalz oder Steinsalz lösen sich schneller. Auch Totes-Meer-Salz eignet sich als Basis. Wichtig ist nur: reines Salz ohne Rieselhilfen und Zusätze.

Wie lange hält sich selbst gemachtes Badesalz?

Mit frischer Sahne angerührt gehört es in den Kühlschrank und sollte innerhalb einer Woche verbraucht werden. Die trockene Variante mit Vollmilchpulver hält fest verschlossen mehrere Wochen – der Duft lässt mit der Zeit etwas nach.

Kann ich die Öle austauschen?

Ja – bleib bei rund 14 Tropfen auf 250 g Salz, nie mehr als 1 Prozent. Welcher Duft wozu passt, zeigt dir unser großer Überblick Welches ätherische Öl wofür?